Jule Kewenig
Galeristin · Galerie Kewenig
Palma de Mallorca
Die Kapelle
Ich besuchte einen alten Freund auf Mallorca.
Natürlich schaute ich auch in die Galerien.
Eine Galerie in einer alten Kapelle zog meine Aufmerksamkeit auf sich.
Ich trat ein.
An den Wänden hingen zwei monumentale Arbeiten von Anselm Kiefer.
Ich blieb lange davor stehen. Besonders ein Bild aus Kiefers Serie „Frauen der Antike“ ließ mich nicht los. Die monumentale Größe. Die kraftvolle und zugleich verletzliche Frauengestalt. Die raue Oberfläche mit ihren ungewöhnlichen Materialien. Ich konnte mich kaum lösen.
Dann kam Jule Kewenig auf mich zu.
Wir sprachen über Kunst.
Über Künstler.
Über Galerien.
Die beiden Kiefer ließ ich hängen.
Sie kosteten jeweils über eine Million Euro. Ein Buch über die „Frauen der Antike“ von Yvon Lambert, Kiefers langjähriger Galerie, und ein Print aber finden den Weg zu mir.
Die Wucht von Anselm Kiefers Werken lässt mich seitdem nicht mehr los.