AUS KÜNSTLERHAND
Wenn Künstler mit eigenen Mitteln von ihrer Kunst erzählen
Ein handgeschriebener Satz, eine Zeichnung, eine spontane Skizze.
Manchmal genügen wenige Worte oder Striche, um einen neuen Zugang zu einem Kunstwerk zu eröffnen.
Aus Künstlerhand lädt Künstlerinnen und Künstler ein, einen persönlichen originalen Beitrag zu gestalten – mit den Mitteln, die sie selbst wählen.
Keine kunsthistorische Einordnung und keine Interpretation von außen, sondern eine unmittelbare künstlerische Äußerung.
So entsteht nach und nach eine Sammlung von Originalen, die etwas über Kunst erzählen – und zugleich über die Menschen, die sie schaffen.
WIE ALLES BEGANN
Eine Zeichnung im Katalog
Bei meinen ersten Atelierbesuchen geschah etwas, mit dem ich nicht gerechnet hatte.
Immer wieder schenkten mir Künstlerinnen und Künstler Bücher oder Ausstellungskataloge.
Besonders berührten mich jene Exemplare, in denen nicht einfach nur eine Signatur stand.
Manche Künstler zeichneten etwas hinein, andere schrieben einen Gedanken zu ihrer Arbeit. Manchmal waren es nur wenige Worte oder Striche.
Gerade diese kleinen persönlichen Einträge blieben mir besonders in Erinnerung.
Sie erklärten die Kunst nicht. Aber sie ließen mich etwas erkennen: eine Haltung, eine Arbeitsweise, einen Gedanken – manchmal vielleicht sogar einen Teil der Persönlichkeit des Menschen, dessen Kunst ich gerade kennengelernt hatte.
Ich begann, diese Seiten anders anzusehen als die übrigen Seiten eines Katalogs.
Sie waren für mich mehr als Widmungen.
Sie waren kleine Originale.
Irgendwann fragte ich mich:
Was würde entstehen, wenn man Künstlerinnen und Künstler bewusst um genau einen solchen Beitrag bittet?
Nicht um eine Signatur oder die Erklärung ihres Werkes, sondern um ein Blatt, das sie vollkommen frei gestalten können.
Aus dieser Frage entstand Aus Künstlerhand.
DIE IDEE
Ein Original statt einer Erklärung
Über Kunst wird viel geschrieben.
Kunsthistoriker, Kuratoren, Kritiker und Autoren stellen Zusammenhänge her, ordnen Werke ein und eröffnen neue Perspektiven.
Aus Künstlerhand geht bewusst einen anderen Weg.
Hier sprechen die Künstlerinnen und Künstler selbst – ohne ihre Kunst erklären zu müssen.
Jeder Beitrag ist frei. Er kann aus einer Zeichnung bestehen, aus einem handschriftlichen Gedanken, einer Skizze, aus Bild und Text oder aus einer ganz anderen Form.
Es gibt kein Schema, keine vorgegebenen Fragen und keine Erwartung, was auf dem Blatt entstehen soll.
Entscheidend ist nur, dass der Beitrag von der Künstlerin oder dem Künstler selbst stammt und als eigenständige Arbeit für dieses Projekt entsteht.
Alle erhalten dieselbe Einladung. Aber niemand gibt dieselbe Antwort.
Eine Sammlung von Originalen
Viele Künstler. Viele Antworten.
Mit jedem neuen Beitrag wächst Aus Künstlerhand.
Nicht als Sammlung von Autogrammen oder illustrierten Widmungen, sondern als Sammlung eigenständiger künstlerischer Äußerungen.
Jedes Blatt steht zunächst für sich. Doch im Zusammenspiel entsteht etwas Neues.
Unterschiedliche Generationen und künstlerische Haltungen begegnen einander. Zeichnung trifft auf Sprache, Ernst auf Humor, ausführliche Gedanken auf wenige Striche.
Vielleicht erzählt diese Sammlung am Ende ebenso viel über die Unterschiede zwischen Künstlerinnen und Künstlern wie über das, was sie verbindet.
Vor allem aber bewahrt sie etwas sehr Persönliches: einen Augenblick, in dem ein Künstler nicht über seine Kunst spricht, sondern mit seinen eigenen Mitteln etwas von sich und seiner Kunst sichtbar macht.
Unmittelbar. Persönlich. Aus Künstlerhand.